Es muß stets vor Augen gehalten werden, daß eine längere Fahrt mit übermäßig warmgelaufenem Motor eine evtl. Panne mit z.T. schweren Folgen verursachen kann. Damit dem Übelstand entgegengewirkt werden kann, sollte man sich um möglichst günstigere Übersetzungen bemühen sowie nach Straßenstrecken trachten, auf denen eine Überlastung des Motors weitgehend ausgeschlossen ist.
Zum Abkühlen eines übermäßig warmgelaufenen Motors das Motorrad zum Stehen bringen und den Motor abstellen.
Bei abgestelltem Motor ist der Kraftstoffhahn geschlossen zu halten.
Der Motor darf keinesfalls mit Wasser gekühlt werden, denn somit können seine Zylinder oder Zylinderköpfe ausfallen.
Um den übermäßig warmgelaufenen Motor abzustellen, ist es notwendig, die Drehzahl auf Minimalwert zu bringen, die Zündung abzuschalten und die Vergaserdrosseln mit dem Gasdrehgriff bis zum Anschlag ruckweise zu öffnen.
WARTUNG
Die Lebensdauer des Motorrades hängt weitgehend von der Qualität der ausgeführten Wartungsarbeiten und von den verwendeten Betriebsstoffen ab. Die am Motorrad auszuführenden Wartungsarbeiten umfassen dessen regelmäßige Reinigung und Wäsche, Kontrolle des technischen Zustands der Baugruppen und Aggregate, Einstellung und Abschmierung.
Man unterscheidet folgende Arten der Wartungsarbeiten:
Kontrolldurchsicht und tägliche Wartung;
nach 500 und 2500 km (Einfahrperiode) auszuführende Wartung;
alle 5000 und 10 000 km (W l und W 2) Laufleistung auszuführende Wartung;
saisonmäßige Wartung (im Herbst und im Frühling auszuführen);
Wartung nach Dauerlagerung.
Die genannte Wartungshäufigkeit kann für den Motorradbetrieb auf wenig staubbelasteten Straßen empfohlen werden. Beim Fahren auf staubigen oder schmutzigen Straßen soll das Motorrad viel häufiger gewartet werden. Bei der Ausführung der zur jeweiligen Wartungsgruppe gehörenden Arbeiten sind außerdem auch die festgestellten Mängel und Störungen zu beseitigen.
Eine Aufzählung der Wartungsarbeiten in Abhängigkeit von der Laufleistung des Motorrades und Häufigkeit der Abschmierarbeiten sind in Tabelle 2 und die verwendeten Schmiermittel in Tabelle 3 angegeben.