stürzen. Besondere Gefahren bringt ein solches Bremsen zu Winterzeit oder auch auf naßer Fahrbahn mit sich. Bei hartem Bremsen kann das Motorrad sogar etwas seitlich wegrutschen, besonders wenn man die Vorderradbremse nicht mitbenutzt.
Aus gerade diesem Grunde ist es unerläßlich, vor dem Betrieb des Motorrades sein Lenkverhalten bei geringer Fahrgeschwindigkeit in folgenden Bremsungsarten zu erproben: Bremsung nur mit der Vorderradbremse bzw. mit der Hinterrad- und Seitenwagenradbremse bzw. durch Betätigung sämtlicher Bremsen des Fahrzeuges.
Zur Dämpfung der auf das Vorderrad einwirkenden Seitenschläge, die bei der Fahrt auf unebener Fahrbahn entstehen können, dient der nach dem Friktionsverfahren wirkende Lenkungsdämpfer.
Um Bewegung des Motorrads an Haltestellen (sowie an Neigungen) bei abgestelltem Motor zu verhindern, ist es notwendig, auf den 1. Gang sowie auf den Rückwärtsgang schalten und den Lenker in Richtung des Straßenrandes bis zum Anschlag wenden.
Der Anzugsgrad des Lenkungsdämpfers hängt von dem Fahrbahnzustand und der Fahrgeschwindigkeit ab. Wenn man bei hoher Geschwindigkeit (besonders auf unebener Fahrbahn, z.B. Kopfsteinpflaster) fährt, dann soll die Rändelmutter des Lenkungsdämpfers fester angezogen werden. Fährt man hingegen bei niedriger Geschwindigkeit mit häufigen Kurven, so ist die Rändelmutter des Lenkungsdämpfers etwas zu lockern, damit die Lenkung des Gespanns nicht erschwert wird.
Die Stabilität der Maschine beim Durchfahren von Rechts- und Linkskurven ist verschieden. Beim Rechtseinschlagen des Lenkers, d.h. zum Seitenwagen hin, ist das Gespann mehr kippgefährdet als es beim Linkswenden der Fall ist.
Es soll stets vor Augen gehalten werden, daß jeder bestimmten Fahrgeschwindigkeit ein bestimmter mindestzulässiger Wenderadius entspricht. Mit der Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit nimmt auch der Wenderadius entsprechend zu. Der Lenker soll zügig, ohne jegliche Rucke (insbesondere beim Durchfahren von Rechtskurven) eingeschlagen werden.
Im Verlaufe des Maschinenbetriebs ist besonders aufmerksam auf das sachgemäße Warmlaufen des Motors, der Baugruppen der Kraftübertragung und des Fahrwerkes zu achten.
Als Anzeichen eines sachgemäßen Motorbetriebs dienen eine gute Gasannahme sowie ein Fehlen jeglicher Fremdgeräusche im Kurbelgetriebe. Die Anzeichen eines übermäßigen Warmlaufens des Motors sind folgende: Motorbetrieb mit Glühzündung, Leistungsverlust, demzufolge das Beschleunigungsvermögen der Maschine beeinträchtigt wird und ein scharfes metallisches Klopfen im Kurbelgetriebe hörbar wird.