Arbeitweise. Die Lichtmaschine F424 gehört zu Drehstrom-Synchromaschinen mit elektromagnetischer Erregung. Die Lichtmaschine kennzeichnet sich durch folgende Besonderheiten: bei niedriger Motordrehzahl soll ihre Erregerwicklung aus einer externen Gleichstromquelle (Akku-Batterie) gespeist werden, und erst nach der Erregung von der Batterie, nachdem die Motordrehzahl 2400 r/min erreicht hat, schaltet die Lichtmaschine auf Selbsterregung um.
Bei vollentladenen Batterien kann die Lichtmaschine nicht betrieben werden, denn sie bedarf unbedingt einer Erregung.
Der Lichtmaschinenbetrieb ohne Belastung ist untersagt!
Beim Lichtmaschinenbetrieb ohne Belastung (zu den Verbrauchern führende Leitungen unterbrochen oder getrennt) erreicht die Leiter-Leiter-Spannung bei hohen Läuferdrehzahlen Werte, welche einen Durchbruch der Halbleiter-Gleichrichter verursachen und somit zu einem Ausfall der Lichtmaschine führen können.
Einbau der Lichtmaschine. Den Paßanguß am antriebsseitigen Lagerschild in den Paßsitz im Motorgehäuse einsetzen. Gleichzeitig sollen die Zahnräder in Eingriff kommen und die Stiftschrauben in die länglichen Bohrungen im Befestigungsflansch der Lichtmaschine hineinpassen. Zwischen den Stirnflächen der Lichtmaschine und des Motorgehäuses soll eine Dichtung gelegt werden.
Auf die Stiftschrauben glatte Federringe und -Scheiben und Muttern aufschrauben, bis die Lichtmaschine an das Motorgehäuse leicht angedrückt wird. Leitungen an die Klemmenschrauben schließen und Schutzkappen aufsetzen.
Motor anwerfen und durch ein langsames Drehen der Lichtmaschine im und entgegen dem Uhrzeigersinn (bei niedriger Motordrehzahl) die optimale gegenseitige Lage ermitteln, bei welcher die Verzahnung minimalen Geräuschpegel entwickelt. Die Befestigungsmuttern festziehen, ohne daß die Stellung der Lichtmaschine geändert wird.
Sollte die Verzahnung nicht betriebsgerecht eingeregelt werden, so kann mit einem Bruch der Lichtmaschinenwelle gerechnet werden.
Wartung der Lichtmaschine. Die Lichtmaschine ist konstruktionsmäßig so konzipiert, daß sie im Verlaufe des Betriebs äußerst wenig Wartungsarbeiten erfordert. Dank Verwendung wartungsfreier Lager entfällt die herkömmlicherweise periodisch vorzunehmende Abschmierung der Lager. Die in die Lagergehäuse bei Werksmontage gelegte Schmierstoffmenge reicht für die gesamte Lebensdauer der Lichtmaschine aus. Die Schleifringe der Lichtmaschine bilden im Verlaufe des Einsatzes praktisch keinen Abbrand, erfahren kaum einen Verschleiß und werden durch Bürstenabrieb nicht verschmutzt, daher brauchen sie nicht häufig eingeschliffen und periodisch nachgeschliffen zu werden.
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