Das Seitenwagenrad ist auf der Achse des Seitenwagenachsgetriebes montiert, das am Seitenwagenrahmen gelenkig angebracht ist.
Die beim Durchfahren der Fahrbahnlöcher auftretenden senkrecht gerichteten Kräfte werden durch das ölgedämpfte Federbein aufgenommen, das am Bügel des Seitenwagenrahmens sowie an der Konsole des Seitenwagenachsgetriebes mittels Gummigelenke montiert ist. Das Seitenwagenachsgetriebe ist mit dem Rahmen mittels Gummibuchsen verbunden, welche am Schwinghebel der Hinterradfederung verwendet werden.
Von einer richtigen Seitenwagenaufhängung hängen weitestgehend die Lenkbarkeit und der spurhaltende Lauf des Seitenwagengespanns ab. Da am Gespann zwei Räder zugleich (Hinter- und Seitenwagenrad) antreibend sind, ist beim Anbau des Seitenwagens an das Motorrad deren solche gegenseitige Lage anzustreben, daß das Seitenwagenrad zu den Rädern der Maschine parallel verläuft und sämtliche Räder zur waagerechten Fahrbahnfläche senkrecht ausgerichtet sind. Die richtige Seitenwagenaufhängung am Motorrad kann im Verlaufe des Betriebs beim Fahren auf einer geraden waagerechten Straßenstrecke bei niedriger Fahrgeschwindigkeit mit losgelassenem Lenker kontrolliert werden. Bei einwandfreier Seitenwagenaufhängung darf das Gespann seine Fahrtrichtung nicht ändern.
Für die Kontrolle der Räder auf Parallelität die die Konsole 5 haltenden Spannschrauben lockern und die Konsole ins hintere Seitenwagenrahmenrohr einschieben bzw. aus diesem herausschieben, bis die Räder in bezug aufeinander parallel ausgerichtet sind. Mit Hilfe zweier geraden Latten, die in einer Höhe von 90...100 mm vom Boden an die Räder angelegt werden, läßt sich deren Parallelität überprüfen.
Die senkrechte Einstellung der Räder in bezug auf die Fahrbahn läßt sich durch Verlagerung oder Verkürzung der längenverstellbaren Strebe l und 2 bewerkstelligen.
Bei der Nachstellung sind alle Gelenke mit Schmiermittel JlHTOJi-24 einzufetten.
ELEKTRISCHE ANLAGE
Zu der elektrischen Anlage des Motorrades gehören Energiequellen und -Verbraucher, Hilfsgeräte und Bordnetz. Von der elektrischen Anlage sind die Zündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches in den Zylindern, die Beleuchtung sowie die akustische und die Lichtsignalisation betriebsabhängig.
Der elektrische Schaltplan des Motorradgespanns ist in Bild 33 gezeigt.
Das aus Niederspannungsleitungen bestehende Bordnetz ist nach dem Ein-Leitungs-Prinzip ausgeführt, d. h. von den Energiequellen sind zu den Verbrauchern jeweils nur Plusleitungen verlegt (von den Pluspolen der Batterien und der Lichtmaschine), während als Minusleitung der Rahmen und andere metallene Teile der Maschine und der Geräte selbst ("Masse") benutzt werden. 64