Die Nachstellung bei ausgebautem Rad, zusammengebauter Bremse und an die Fußraste des Motorrades angedrücktem Fußbremshebel in nachstehend gebrachter Reihenfolge vornehmen:
Bremsnockenhebel 10 nach vorn (im Uhrzeigersinn) abdrücken und Mutter 8 aus diesem Hebel herausführen;
die genannte Mutter durch Ab- bzw. Aufschrauben dicht an die Spannhebelachse 9 bringen. Eine geringe Überspannung ist zulässig, bei welcher das untere Kopfstück des Bremsnockenhebels 10 nach vorn um einen Betrag von höchstens 3 mm verschoben ist. Es ist aber unzulässig, die Gewindekuppe der Zugstange in der Mutter verschwinden zu lassen.
Seitenwagenradbremse. Nach seinem Aufbau ist die Seitenwagenradbremse der Hinterradbremse gleich. Die Bremse wird mittels Bowdenzuges 7 (Bild 30) betätigt. Auf den beiden Enden des Bowdenzuges sind Seilzugaufnahmen 6 für die Bremsennachstellung vorgesehen, auf welche Gummischutzschlauch aufgezogen ist. Zur Vorbeugung einer Verunreinigung darauf achten, daß der Gummischutzschlauch auf die Bowdenzugaufnahmen aufgezogen und dessen vorderes Ende durch den Schutzbalg 17 abgedichtet ist.
Für die Kontrolle der Bremse und der Bremsenbetätigung auf die richtige Einstellung das Seitenwagenrad anheben.
Zunächst ist die Einstellung des Abstandes zwischen den Bremsbacken und der Bremstrommel mit Hilfe des Nachstellkegels zu kontrollieren (auf dieselbe Weise, wie an der Hinterradbremse). Dabei die Bowdenzugaufnahme derartig auf- bzw. abschrauben, daß der Bremsnockenhebel keinesfalls betätigt wird.
Danach die Bowdenzugspannung durch die Aufnahmen 6 überprüfen. Zunächst die beiden Bowdenzugaufnahmen oder eine von diesen herausschrauben und in Stellung bringen, bei welcher das Rad erst abgebremst wird. Dann eine der beiden Bowdenzugaufnahmen hineinschrauben und das Rad entbremsen.
Um einen zuverlässigen Betrieb des Betätigungsmechanismus der Seitenwagenradbremse zu gewährleisten, muß eine Verspannung des Bowdenzuges vermieden werden. Hierbei auf die Lage des Anschlags 20 achten, welcher ggf. hinein- oder herausgeschraubt und gesichert werden muß.
Zur Verminderung der Reibung des Bowdenzuges an der Hülle empfiehlt es sich, den Bowdenzug bei Vornahme der Bremsennachstellung leicht zu rütteln. Sollte der Bowdenzug verspannt werden, dann kann über die Bremsausgleichvorrichtung nicht nur das Seitenwagenrad, sondern auch das Hinterrad der Maschine abgebremst werden. Nachdem die Einstellung der Bremsanlage beendet ist, soll ihre Wirksamkeit durch Bremsen bei niedriger Fahrgeschwindigkeit geprüft werden. Weiterhin werden die Bremsen auf Fehlen eines übermäßigen Warmlaufens der Radkörper beim Fahren überprüft. Die Radkörper dürfen beim Fahren ohne Bremsbetätigung nicht Warmlaufen.
Sollten sich die Radkörper bei Aussetzbremsen übermäßig erwärmen, dann ist der Abstand zwischen den Bremsbacken und den Bremstrommeln etwas zu vergrößern.
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