Hinterradbremse. Die Bremsbacken 8 (Bild 29) stützen sich mit ihren Druckbolzensitzen gegen die Köpfe der Druckbolzen 2 und mit den Auflageflächen gegen den Bremsnocken 5 ab. Im Bremsnocken ist eine Nut ausgenommen, in der ein Bremsausgleich-Gleitstift 6 angeordnet ist. Beim Drehen des Bremsnockens mit dem Ausgleichgleitstift werden die Bremsbacken an die Bremstrommel angedrückt.
Im Maße der Bremsbelagabnutzung nimmt das Spiel zwischen Bremsbacken und Bremstrommel zu. Damit dieses Spiel in den Grenzen der Fahrsicherheit gehalten werden kann, ist in der Bremse eine Kompensationsmöglichkeit für Abnutzungserscheinungen in Gestalt des Bremsnachstellkegels l vorgesehen. Je nach Bedarf wird der Kegel hineingeschraubt (von der Außenseite der Bremstrommel her). Dabei drückt er die Bremsbacken-Druckbolzen 2 auseinander, welche dabei den Abstand zwischen den Bremsbacken und der Bremstrommel sowie dem Bremsnocken vermindern. Für die Lagesicherung des Nachstellkegels sind in seiner Oberfläche Längsnuten ausgenommen, in welche unter der Wirkung der die Bremsbacken zusammenhaltenden Federn 9 die Bremsbacken-Druckbolzen eingreifen.
Über die Notwendigkeit einer Bremsennachstellung wird nach dem Hub des Hebels des Außengelenkes 19 (Bild 30) geurteilt. Dieses Spiel gilt als normal, wenn es 35 mm überschreitet. Sollte es diesen Betrag doch überschreiten, dann das Hinterrad anheben und mit einem Schraubenschlüssel von 8 mm Maulweite das hervortretende Vierkant des Nachstellkegels (s. Bild 31) im Uhrzeigersinn drehen, bis die Bremsbacken beim Durchdrehen des Rades an der Bremstrommel zu schleifen anfangen. Danach den Nachstellhebel um eine darauf vorhandene Arretiernut herausdrehen, damit das Rad rotieren kann, ohne daß die Bremsbacken an der Bremstrommel schleifen.
Die Hinterrad- und die Seitenwagenradbremse werden vom Fußbremshebel über die Bremsausgleichvorrichtung 3 (Bild 30) betätigt. Der obere Arm der Bremsausgleichvorrichtung ist mit der Hinterradbremsenbetätigung und ihr unterer Arm mit der Seitenwagenradbremse gekoppelt. Dank Verwendung der Bremsausgleichvorrichtung können die Bremsmomente richtig verteilt sowie ein synchrones Angreifen der beiden Bremsen gewährleistet werden.
Die Länge der vorderen Zugstange 13 für die Betätigung der Hinterradbremse ist so zu wählen, das zwischen der Symmetrieebene der Bremsausgleichvorrichtung und der Kippachse des Hinterrad-Schwinghebels ein Abstand von 3...9 mm gewährleistet bleibt. Dabei soll die Symmetrieebene der Bremsausgleichvorrichtung mit derselben des oberen Armes des Fußbremshebels 2 zusammenfallen. Der Fußbremshebel soll an den Gummibelag der Fußraste l angedrückt sein, die in Übereinstimmung mit Bild 31 unter einem Winkel von 5° bis 13° einzustellen ist.
Die Längeneinstellung der hinteren Zustange 11 ist bei deren Einbau oder bei der Ausführung von jedweden Instandsetzungsarbeiten an den Bremsen vorzunehmen.
58