Bremsnocken in die Bohrungen des Bremsträgers einsetzen;
Rückholfeder 9 durch unmittelbares Einhaken in die Bohrung des Bremsträgers montieren;
Bremsbacken samt Federn auf die halbkugelförmigen Köpfe der Druckbolzen und die Auflageflächen der Bremsnocken anbauen;
den freien und den mitlaufenden Bremshebel auf die Vielkeilprofile der Bremsnocken aufsetzen, dabei den Winkel von 82 ± 5° einhalten, wie in Bild 28 gezeigt Die Nichtparallelität der Bremshebel in bezug aufeinander darf 5° nicht überschreiten.
Nach dem Anbau der Bremse am Motorrad die Zugstange an den freien Bremshebel ankoppein.
Die beiden Bremshebel entgegen dem Uhrzeigersinn drehen, bis die Bremsbacken gegen die Radbremstrommel gedrückt werden.
Die Zugstange in die Gabeln des Bremsgestänges ein- bzw. aus diesen herausschrauben und somit den Abstand zwischen den Mitten der in den Gabeln enthaltenen Bohrungen derweise einstellen, daß der die Gabel mit dem freien Bremshebel verbindende Bolzen in die Bohrungen des Bremshebels und der Gabel frei eingeht. Dabei soll sich die Zugstange in die Gabel auf eine Länge von mindestens 5 mm hineinschrauben lassen.
Danach die Zugstange in der Gabel durch einen Splint sichern, an den mitlaufenden Bremshebel ankoppeln und ebenfalls versplinten. Die Rückholfeder spannen. Wenn man die obig gebrachten Vorschriften für Zusammenbau peinlich strikt einhält, so werden dadurch die notwendigen Bedingungen für einen sicheren Betrieb der Bremse geschaffen, was seinen Ausdruck darin findet, daß die beiden Bremsbacken an die Bremstrommel gleichzeitig angedrückt werden.
Beim Zusammenbau der Bremse darauf achten, daß die Bremsbacken nicht gegeneinander ausgetauscht werden, sonst ist mit einer Beeinträchtigung des Einlaufens der zusammenwirkenden Teile sowie einer zeitweiligen Verschlechterung der Bremswirksamkeit zu rechnen.
Weiterhin ist darauf zu achten, aufweiche Auflageflächen der Bremsnocken die Bremsbacken abgestützt waren, denn die Auflageflächen des Bremsnockens sind in bezug auf dessen Drehachse unsymmetrisch gelegen. Die beiden Bremsbacken sollen auf die Auflageflächen der Bremsnocken abgestützt sein, die in bezug auf den Bremsnockenschaft um den gleichen Betrag versetzt sind.
Für die Bremsennachstellung im Verlaufe des Betriebs ggf. die Bowdenzugaufnahme herausdrehen, wie oben aufgeführt. Nachdem die Nachstellung beendet ist, die Bowdenzugaufnahme vor selbständigem Lockern sichern,
Die Bremse muß so nachgestellt sein, daß das freihängende Vorderrad im entbremsten Zustand an den Bremsbacken nicht schleift. Beim Bremsen sollen die erforderliche Bremswirkung und eine bequeme Handhabung des Bremshebels gewährleistet sein.
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