der Seite des Vielkeilprofilkranzes befindliche Lageraußenring soll nicht ausgepreßt werden); altes Schmierfett von den Lagern und der Radnabe entfernen, diese mit Petroleum spülen und trockenwischen; Radlager mit frischem Schmiermittel einfetten und Rad in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen.
Rad einbauen und Radlageranzug nachstellen.
BEREIFUNG
Die Lebensdauer der Reifen hängt weitestgehend vom Reifeninnendruck sowie von der Reifenbeanspruchung ab. Beim Fahren mit zu niedrigem Reifeninnendruck ist mit einem Profilausbruch sowie mit der Beschädigung des Kordgewebes auf den Reifenseitenflächen zu rechnen.
Sollte das Motorradgespann auf die Dauer mit Teilbelastung (nur Fahrer und Beifahrer im Seitenwagen) betrieben werden, dann empfiehlt es sich, den Luftdruck im Hinterradreifen um 0,05 MPa (0,5 kp/cm2) zu vermindern.
Der Hinterradreifen ist einer höheren Beanspruchung ausgesetzt. Für eine gleichmäßigere Abnutzung sämtlicher Reifen sind sie alle 5000 km gegeneinander auszutauschen. Zu diesem Zweck das Hinterrad anstelle des Vorderrades, das Vorderrad anstelle des Seitenwagenrades, das Seitenwagenrad anstelle des Reserverades und das letztere anstelle des Hinterrades montieren.
Ein längerer (über 30 Tage dauerndes) Abstellen des Motorradgespanns unmittelbar auf den Reifen ist unzulässig.
Falls die Maschine konserviert sein muß, dann ist sie unbedingt aufzubocken, so daß ihre Reifen voll entlastet sind.
Im Verlaufe des Motorradbetriebs kann es u. U. dazu kommen, daß die Luftschläuche repariert (geflickt) oder ausgewechselt sein müssen, wobei die Reifenmontage und -demontage unumgänglich wird.
Reifendemontage. Bei Reifendemontage wie folgt vorgehen:
Luft aus dem Schlauch völlig ablassen;
Schlauchventil in den Reifen hineindrücken;
Rad flach auf den Boden legen, Reifen mit den beiden Füßen treten und Reifenwulst in die Felgenvertiefung eindrücken;
auf der Seite des Ventils in einem Abstand von ca. 1/4 des Felgenumfangs den Reifenwulst mit Montiereisen über den Felgenrand heben. Der gegenüberliegende Teil des Reifenwulstes soll dabei in die Felgenvertiefung eingedrückt festgehalten werden;
mit den beiden Montiereisen am Felgenrand so lange nachgreifen, bis sich der Reifenwulst am ganzen Umfang außerhalb der Felge befindet. Dann den Luftschlauch herausnehmen.
Der andere Reifenwulst kann ggf. auf dieselbe Weise aus der Felge ausgebaut werden.
Schlauchreparatur. Die Schadstelle am Schlauch läßt sich am Zischen der austretenden Luft bestimmen. Sollte sie jedoch sehr winzig sein, dann gilt es, den
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