Beim Ölsortenwechsel soll das Getriebegehäuse nach dem Ablassen von Altöl ausgespült werden. Zu diesem Zweck ins Getriebegehäuse 1,4 l Spülöl einfüllen, Verschlußschraube für Einfüllöffnung aufdrehen, Motor anlassen und bei mittleren Drehzahlen 2 bis 3 min lang laufen lassen. Aufeinanderfolgend auf den 1., 2., 3. und dann auf den 4. Gang hochschalten (das Motorrad soll dabei aufgebockt, d. h. mit angehobenem Hinterrad sein). Danach Spülöl ablassen und ins Getriebegehäuse über einen Trichter mit Filtersieb Frischöl einfüllen.
Länger dauerndes Ausrollen bzw. ein dauerhafter Motorlauf mit ausgerückter Kupplung sind weitestgehend zu vermeiden, denn dies kann ein übermäßiges Warmlaufen des Axiallagers und sogar dessen evtl. Ausfall verursachen. Um Problemen vorzubeugen, empfiehlt es sich, auf Leerlaufstellung oder einen dieser naheliegenden Gang (1. bzw. 2. Gang) noch vor dem Stillsetzen des Motorrades beim Bremsen zu schalten. Sollte sich jeder beliebige Gang vom Stillstand aus nicht einlegen lassen, dann den Handkupplungshebel loslassen (die Antriebswelle fängt an, sich zu drehen) und wieder auskuppeln. Jetzt läßt sich der Gang einwandfrei einlegen.
Zur Vermeidung von jeglichen Rucken beim Schalten auf, den 1. Gang bzw. auf Rückwärtsgang beim Anfahren empfiehlt es sich, zwischen Auskuppeln und Gangschalten einige Sekunden abzuwarten, bis die Drehzahl der Antriebswelle gesunken ist.
Auf Rückwärtsgang läßt es sich nur beim Befinden des Schaltgetriebes im Leerlaufzustand schalten, wenn sich die Gangschaltung zwischen den Schaltstellungen für den 1. und den 2. Gang befindet. Dieser Zustand wird durch die Leerlaufanzeigeleuchte gemeldet. Von übermäßigem Kraftaufwand zum Schalten auf Rückwärtsgang beim Befinden der Schaltscheibe in anderen Stellungen muß abgeraten werden, denn dies kann u. U. zu einem Schaltscheibenbruch führen. Mit einem Bruch soll ebenfalls gerechnet werden, wenn man versucht, auf jeden beliebigen Vorwärtsgang bei eingelegtem Rückwärtsgang durch übermäßigen Kraftaufwand zu schalten. Es ist untersagt, den Rückwärtsgang mit dem Fuß einzulegen bzw.auszuschalten.
Im Schaltgetriebe ist noch eine arretierbare Leerlaufstellung zwischen den Schaltstellungen für den 3. und den 4. Gang vorgesehen. Diese Leerlaufstellung ist beim Ausrollen zu benutzen.
Die genannte Leerlaufstellung darf nur bei mit dem Handkupplungshebel ausgerückten Kupplung ermittelt werden.
Zur Vermeidung von jeglichen Rücken beim Schalten auf den 3. bzw. den 4. Gang aus dem Zustand «Ausrollen» zunächst die Motordrehzahl erhöhen und erst dann den Gang einlegen.
Zu kalten Jahreszeiten kann es vorkommen, daß im kalten Schaltgetriebe
das Sperrad der Starteinrichtung Knallgeräusche abgibt. Hierbei empfiehlt es
sich, die Motordrehzahl nur langsam zu erhöhen. Sobald das Schaltgetriebe
betriebsgerecht warmgelaufen ist, verschwinden diese Erscheinungen.
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