Die Lebensdauer der Kupplung hängt weitgehend von ihrer schonenden und betriebsgerechten Benutzung ab.
Man darf nicht mit einem Kupplungsschlupf gefahren werden. Beim Anfahren und Schaltwechsel ist die Kupplung sanft einzukuppeln. Durch ein ruckartiges Einkuppeln bei hoher Motordrehzahl werden nicht nur der Verschleiß der Kupplungsbeläge beschleunigt, sondern auch die Belastung der die Kraftübertragung besorgenden Bauteile und der Reifenverschleiß erhöht.
Die Kupplung läßt sich zweierlei betätigen: vom am Lenker montierten Kupplungshebel (Handbetätigung) und vom Fußschalthebel (Fußbetätigung).
Bei Handbetätigung soll die Kupplung jeweils vor einem Gangeinlegen oder
-Wechsel ausgerückt und danach sanft wieder eingerückt werden. Den
Kupplungshebel dabei langsam loslassen.

Bei Fußbetätigung wird die Kupplung während des Gangeinlegens oder
-wechseis selbsttätig, d. h. ohne den Handkupplungshebel betätigen zu müssen,
ausgerückt.

Nach dem Gangeinlegen oder - Wechsel soll der Fußkupplungshebel mit der Fußspitze und der Ferse angehalten und mit Erhöhung der Motordrehzahl langsam und zügig in die Ausgangsstellung gebracht werden.
Einstellung der Kupplungsbetätigung
Für die Einstellung der Kupplungsbetätigung macht man ggf. von der Einstellschraube 6 (Bild 22) und der Nachstellschraube 20 am Bowdenzug 19 Gebrauch. Zunächst ist die Fußbetätigung nachzustellen. Bei richtig eingestellter Fußbetätigung soll zwischen dem Ende der Einstellschraube und der Druckspindel 5 ein geringes Spiel bestehen bleiben. Über das Vorhandensein dieses Spiels läßt es sich nach dem Pendeln des Fußschalthebels l urteilen.
Das Spiel des Vorderarmes des Fußschalthebels soll in den Grenzen von 10 bis 15 mm liegen. Die Hubgröße des Gleitstückes 16 darf bei Handbetätigung der Kupplung dessen Hub bei Fußbetätigung nicht überschreiten. Auf die richtige Einstellung wird die Handbetätigung wie folgt überprüft: durch ein Durchtreten des Fußschalthebels (bis zum Anschlag) wird ein beliebiger Gang völlig eingelegt. Dann wird der Kupplungshebel mit der Hand in Richtung des Lenkergriffes geführt. Eine fühlbare Bowdenzugspannung darf erst am Ende des Hebelhubes (bei einem Abstand von l bis 5 mm zwischen Kupplungshebel und Lenkergriff) auftreten. Sollte dieser Abstand den vorgegebenen Wert Überbzw, unterschreiten, dann durch Heraus- oder Hineindrehen der Einstellschraube das Kupplungsspiel auf den nötigen Wert einstellen.
Nachdem die Kupplungsbetätigung richtig eingestellt ist, die Einstellschraube und die Nachstellschraube mit Gegenmuttern sichern.
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