Bei der Vornahme eines Ölwechsels im Motorgehäuse den Schraubstopfen für den Öleinfüllstutzen sowie die Ölablaßschraube sorgfältig säubern und abschrauben. Dann das Altöl ablassen, die Ölablaßschraube wieder einschrauben und Frischöl einfüllen.
Alle 10 000 Fahrkilometer ist die Motorschmieranlage auszuspülen. Zu diesem Zweck das Altöl ablassen, die Ölablaßschraube wieder einschrauben, in das Motorgehäuse 1,2... 1,51 Spülöl einfüllen, den Motor starten, 2 bis 3 min lang arbeiten lassen und das Öl wieder ablassen. Danach ins Motorgehäuse Frischöl einfüllen.
Zu Winterzeiten soll das Öl vor dem Einfüllen auf 70...80 °C vorgewärmt werden.
Es muß stets vor Augen gehalten werden, daß selbst eine äußerst kurzzeitige Betriebsstörung in der Motorschmieranlage eine nur schwer zu behebende Panne verursachen kann.
Auf eine ungenügende Schmierung deuten ein übermäßiges Warmlaufen der Zylinder und Zylinderköpfe, ein Absinken der Motorleistung sowie Klopferscheinungen hin.
Für die Betriebskontrolle der Schmieranlage sorgt der Öldruckwarnschalter 8 (Bild 12), ausgeführt mit einer Membrandose, der bei einem Druckabfall in der Schmieranlage bis auf 0,13...0,18 MPa (1,3—1,8 kp/cm2) anspricht.
Ein Druckabfall wird durch eine im Instrumentencockpit installierte Öldruckwarnleuchte signalisiert. Beim Einschalten der Zündanlage leuchtet die Öldruckwarnleuchte auf und erlischt erst nach dem Motorstarten. Ein Leuchten der Öldruckwarnleuchte beim laufenden Motor weist darauf hin, daß entweder der Öldruckwarnschalter nicht intakt oder der Motor selbst defekt ist. Solchenfalls darf der Motor keinesfalls weiterbetrieben werden, bis die Störung gefunden und behoben ist.
Sollte die Öldruckwarnleuchte bei mittleren Motordrehzahlen blitzartig aufleuchten und wieder erlöschen, was auf ein Gelangen von Metallpartikeln unter die Kugel 44 (Bild 6) des Druckregelventils zurückgeführt werden kann, ist der Ventilsitz zu säubern.
Zu diesem Zweck das Öl aus dem Motorgehäuse ablassen, die Ölwanne abbauen, das Druckregelventil auseinandernehmen (Splint 41, Ver-schlußschraube 42, Feder 43 und Kugel 44 ausbauen) und den Ventilsitz reinigen.
Es wird empfohlen, für die Reinigung des Ventilsitzes einen unter einem Winkel von 90° angeschliffenen Bohrer von 10 mm Dmr. zu verwenden, der in den Sitz eingesteckt und, mit der Hand leicht angedrückt, durchgedreht wird. Der Ventilsitz darf mit einer Kugel von 10 mm Dmr. abgedichtet werden. Hierfür wird auf die Kugel über einen Dorn mit einem Hammer von 0,1...0,2 kg Masse zwei- bis dreimal leicht geklopft. Als Dorn läßt sich das in der Werkzeugtasche befindliche Windeisen benutzen. Anschließend ist die Kurbelwelle zwei- bis dreimal durchzudrehen und das Druckregelventil zusammenzubauen.