Bei störungsfreiem Betrieb der Schmieranlage wird das Druckregelventil durch den Ölüberdruck geöffnet, und der Ölüberschuß fließt in den Einsaugkanal der Ölpumpe über.
Das Druckregelventil bedarf während des Betriebs keinerlei Regelung oder Nachstellung.
Aus der Ölhauptleitung gelangt das Öl in die im Vorderlagergehäuse ausgenommene Ringnut und wird von hier aus über einen Kanal ins Zentrifugengehäuse gefördert. Das in der Zentrifuge gereinigte Öl gelangt über den Kurbelwellen-Ölrücklaufkanal E und den Kurbelwangen-Ölzulaufkanal B in die Ölfänger F an den Pleuellagerzapfen der Kurbelwelle, woher es über die Bohrungen B in die Pleuellagerschalen gerät.
Schnellaufende Teile des Kurbelgetriebes bewirken ein intensives Ölspritzen, so daß im Motorgehäuse Ölnebel gebildet wird, der die Zylinderlaufflächen, Kolbenbolzen, die oberen Pleuelaugen, die Ventilstößelführungen, Kurbelwellen-Wälzlager, Zahnräder der Ventilsteuerung, Kugellager und Nocken der Nockenwelle, Stößel u. a. Verschleißteile schmiert.
Der Ölnebel gerät in die Ölzulaufnuten O in den Ventilstößeln und über diese - in die Stangengehäuse, setzt sich an diesen an und fließt in die Zylinderköpfe ab. Hier wird das Öl durch Ventile und Ventilfedern geschleudert, und mit Schleuderöl werden die Ventile und Schwinghebel geschmiert. Das überschüssige Öl läuft über das Rücklaufrohr 6 ins Motorgehäuse zurück.
Arbeitet der Motor mit Pilzstößeln 20 (Bild 5), dann gelangt der Ölnebel in die Stangengehäuse über die Bohrungen im Motorgehäuse neben den Stößelführungsbuchsen.
Das sich vor der Schwungrad-Stopfbuchse ansammelnde Öl fließt über den Ölrücklaufkanal A ab, der im Motorgehäuse ausgebildet ist.
Damit das Öl aus dem Motor- ins Kupplungsgehäuse nicht durchsickern kann, ist an der Schwungradnabe eine Gummidichtung vorgesehen. Zum Fernhalten des Schmieröles vom Zündunterbrecher dient eine Gummidichtung an der Nockenwelle.
Die Ölzentrifuge dient als Feinfilter. Vor der Zentrifuge wird das Öl nur im im Öleinfüllstutzen eingebauten Siebfilter gereinigt. Das aus Alu-Guß bestehende Zentrifugengehäuse 8 (Bild 13) und der Zentrifugendeckel 6 sind am vorderen Lagerzapfen montiert, durch einen Federkeil gesichert und eine Schraube l befestigt, welche über eine im Zentrifugendeckel eingebaute Sonderscheibe 3 durchgeht. Zur Sicherung der Schraube l vor Selbstlösen dient das Sicherungblech 2. Zwischen dem Gehäuse und dem Deckel der Ölzentrifuge befindet sich der Wirbelschirm 9 mit einer länglichen Bohrung für den Öldurchgang aus dem Gehäuseinneren in den hohlen Zentrifugendeckel und weiter über die Ölkanäle zu den Pleuellagern. Für eine betriebsgemäße Lage der Wirbelschirmbohrung im bezug auf die Ölkanäle sorgt ein Lappen, der ins Zentrifugengehäuse eingreift.
Der Zentrifugendeckel ist in bezug auf das Gehäuse durch einen speziellen