sollte ein ab und zu auftretendes Klopfen der Ventilstößel auf die Ventile bei sachgemäß eingestelltem Spielraum zwischen dem Ventilschaft-Endstück und der Schwinghebelstirn bzw. ein gleichtönig wirkendes, verschwommenes Betriebsgeräusch des Ventilsteuerungsantriebs für ein Anzeichen der Betriebsstörung nicht angenommen werden.
Bei der Kontrolle und Nachregelung der Ventilspieleinstellung ein
Tropfblech unter den Zylinderkopf stellen, den Zylinderkopfdeckel abbauen

und das zurückgebliebene Öl ablassen. Den Kolben an den unteren Totpunkt des Verdichtungstaktes bringen und die Kurbelwelle der Weise durchdrehen, daß die am Schwungrad aufgetragene Einstellmarke «B» mit der Einstellmarke am Motorgehäuse zur Deckung kommt. Dies ist über die Schauöffnung im Motorgehäuse bei entferntem Gummipfropfen visuell zu kontrollieren (Bild 9).
In dieser Stellung sind beide Ventile (Einlaß-

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wie Auslaßventil) völlig geschlossen, und die ihnen zugeordneten Schwinghebel sollen sich auf
Bild 9. Gegenseitige
Anordnung der
Einstellmarken am
Motorgehäuse und am
Schwungrad:
1 - Einstellmarke am Motorgehäuse;
2 - Pfropfen; 3 - Einstellmarke "B"
am Schwungrad

ihren Achsen frei kippen lassen. Danach ist mit einer flachen Ventillehre von 0,07 mm Dicke das Spiel zwischen den beiden Schwinghebeln und Ventilen zu prüfen.
Bei falsch eingestelltem Ventilspiel

Gegenmutter 24 (Bild 7) lockern und das erforderliche Spiel durch Drehen der Einstellschraube 23 im bzw. gegen den Uhrzeigersinn einstellen. Danach die Gegenmutter festziehen. Das Ventilspiel wird am kalten Motor eingestellt. Dabei soll es im Bereich von 0,07 mm liegen. Bleibt ein sachgemäßes Spiel aus oder ist es unzureichend, dann liegt das Ventil an seinem Sitz zum Schließzeitpunkt undicht an. Sollte das Ventilspiel zu groß sein, dann tritt eine Verzögerung des Ventileröffnungszeitpunktes ein, demzufolge die Ausfüllung des Zylinders mit dem Kraftstoff-Luft-Gemisch beeinträchtigt wird. Für eine Ventilspieleinstellung im anderen Zylinder die Kurbelwelle um eine Vollumdrehung (360°) durchdrehen und danach das Spiel in den beiden Ventilen auf die vorstehend angegebene Weise überprüfen und ggf. einstellen.
Ventileinschleifen
Alle 10000 Fahrkilometer ist eine Zustandskontrolle der Ventile vorzunehmen. Gegebenenfalls müssen diese an ihre Sitze eingeschliffen werden.
Zum Ventileinschleifen muß gegriffen werden, wenn die Dichtheit des Zylinders wegen Verschleißerscheinungen, d. h. Auftreten von Narben oder
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