VENTILSTEUERUNG
Die Ventilsteuerung bewirkt ein Öffnen und Schließen der Aus- und Einlaßventile zu den erforderlichen Zeitpunkten, die einem bestimmten Drehwinkel der Kurbelwelle entsprechen. Zu der Ventilsteuerung gehören Nockenwelle 3 (Bild 8), Ventilstößel 4 (Bild 5), Stangen l, Schwinghebel 21 (Bild 7) und 29, Einstellschrauben 23, Gegenmuttern 24, Auslaßventil 22 sowie Einlaßventil 18 samt Ventilschaft- Endstücken 20, Ventilfedern 26 und 27, Ventilfedertellern 25 und 28 sowie Ventilkegelstücke 30. Am vorderen
Nockenwellenende ist das Nocken-

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wellensteuerrad 2 (Bild 8) angebracht, mit dem das Kurbelwellensteuerrad 4 und der Lichtmaschinenritzel l in Eingriff stehen. Die Nockenwelle ist im Motorgehäuse in zwei Kugellagern 19 (Bild 6) und 23 gelagert.
Für eine richtige Einstellung der Ventilsteuerung müssen die Einstellmarken am Nockenwellensteuerrad 2 (Bild 8) sowie am Kurbelwellensteuerrad 4 bei der Montage zur Deckung gebracht werden.
Am Motor können auch Ventilstößel von einem anderen Aufbau (s. Pos. 17, 18, 19 und 20 in Bild 5) montiert werden, auf deren Stirnfläche ein Hartmetallbelag vorgesehen ist.
Im Verlaufe des Motorbetriebs können Karbide und Boride aus der Hartmetallschicht des Ventilstößels bis auf eine Tiefe von 0,35 mm ausbröckeln, was jedoch die Funktionstüchtigkeit der Nocken-
Ventilstößel-Gruppe nicht beeinträchtigt.
Ventilspieleinstellung
Bild 8. Motorverzahnungen:
l - Lichtmaschinenritzel; 2
Nockenwellensteuerrad; 3 - Nockenwelle;
4 - Kurbelwellensteuerrad; 5
Ölpumpenritzel; I - Einstellmarken

Ein normaler Motorbetrieb hängt weitgehend vom sog. Ventilspiel, d. h.
vom Spielraum zwischen dem Ventilstößel und der Schwinghebelstirn ab.
Es muß berücksichtigt werden, daß an einem luftgekühlten Motor in Folge des Fehlens eines Wassermantels sowie des Vorliegens einer gut entwickelten Kühlberippung an den Zylindern, dem Motorgehäuse und den Zylinderköpfen das Betriebsgeräusch des Ventilsteuerungsantriebs deutlich hörbar ist. Daher
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