Ölabstreifring aus Stahl, der sich aus vier Bauelementen zusammensetzt, und zwar aus zwei Stahlscheiben sowie aus einer axialen und einer radialen Spreizfeder.
In der unteren Kolbenringnut wird ein Ölabstreifring aus Gußeisen angeordnet.
Die Achse der Kolbenbolzenbohrung ist in bezug auf die Diametralebene des Kolbens um 1,5 mm verlagert, dank dessen sich der Kolben in den Grenzen des Spielraums zwischen dem Kolbenschaft und der Zylinderwandung bei Hubumkehr im oberen Totpunkt zügig und ohne jegliche Schläge oder Klopfen bewegen kann. Im Kolbenboden ist ein Pfeil eingeprägt, der die richtige Lage des Kolbens im Zylinder angibt. Bei der Montage sollen die Pfeile an den beiden Kolben nach vorn, d. h. in Richtung der Zentrifugen, gerichtet sein.
Die Verdichtungsringe sind aus Sondergrauguß gefertigt. Die Kolbenringstöße sind gerade ausgebildet. Die Kolbenringstoßfuge soll beim Einbau in den Zylinder in den Grenzen von 0,25...0,5 mm liegen.
Bei der Zylindermontage sollen Verdichtungsringstöße in gegenübergesetzte Richtungen gedreht werden, was zum Zweck hat, den Durchbruch der Verbrennungsgase über deren Fugen möglichst klein zu halten.
Der Kolben 16 (Bild 7) ist mit der Pleuelstange mittels schwimmend gelagerten Kolbenbolzens gekoppelt, dessen Längsverschiebung durch zwei Sicherungsringe 17 begrenzt wird, die sich in den Ringausnehmungen der Kolbenbolzenaugen befinden.
Motorgehäuse. Das aus Alu-Legierung gegossene Motorgehäuse 3 (Bild 5) ist das wichtigste Gehäuseteil des Motors.
Im Motorgehäuse sind die Zylinder samt Zylinderköpfen sowie die Hilfseinrichtungen angeordnet und befestigt. Außerdem dient das Motorgehäuse als Ölbehälter. Im Inneren des Motorgehäuses rotieren die Kurbel- und die Nockenwelle. In seinem Vorderteil befindet sich der Räderkasten des Nockenwellenantriebs, und oben ist die Lichtmaschine angebracht.
Von unten ist das Motorgehäuse durch eine Ölwanne 10 aus tiefgezogenem Blech verschlossen. Zwischen Motorgehäuse und Ölwanne ist eine Dichtung 11 eingelegt.
Im Verlaufe des Motorbetriebs dringt ein Teil des Kraftstoff-Luft-Gemisches sowie der gebildeten Verbrennungsgase über die Kolbenringfugen ins Motorgehäuse. Außerdem werden die im Inneren des Motorgehäuses befindlichen Gase beim Kolbenhub zum unteren Totpunkt zusammengedrückt. Unter dem dabei entwickelten Druck kann das Öl über die Verbindungsstellen zwischen dem Motorgehäuse und den Deckeln sowie über die Stopfbuchsen ausgedrückt werden. Um diesem Mißstand entgegenzuwirken, wird eine positive Motorbelüftung angewendet.
Für die Verbindung des Innenraums des Motorgehäuses mit der Außenluft beim aufwärtsgehenden Kolbenhub und für dessen Isolierung von der Außenluft beim aufwärtsgehenden Kolbenhub dient der Entlüfter 15 (Bild 6), der in der Mittenbohrung des Steuerräderdeckels 40 montiert ist.
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