Dank einer waagerechten Zylinderanordnung kann eine gute Kühlung sowie eine vorzügliche Ausbalancierung des Kurbeltriebes gewährleistet werden. Jedem Zylinder ist ein separater Vergaser zugeordnet, was zur Verbesserung der Startwilligkeit sowie zur Erhöhung der durch den Motor aufgebrachten Leistung beiträgt.
Kurbelgetriebe
Das Kurbelgetriebe setzt sich aus Kurbelwelle samt Pleueln, Kolben, Kolbenringen und Kolbenbolzen, Kurbelgehäuse sowie zwei Zylindern mit Zylinderköpfen zusammen.
Kurbelwelle. Die zweifach gelagerte Kurbelwelle ist ein Gußstück aus hochfestem Grauguß. Sie weist zwei in derselben Ebene in einem Winkel von 180° zueinander gelegene Kröpfungen auf und besteht aus dem vorderen und dem hinteren Zapfen, einer Kurbelwange und zwei Pleuelstangenzapfen.
Die Kurbelwelle ist im Motorgehäuse in zwei Lagern: 30 (Bild 6) und 39 gelagert. Am vorderen Kurbelwellenende ist das Kurbelwellensteuerrad 4 und die Zentrifuge und am kegelig ausgebildeten Teil des hinteren Kurbelwellenendes - das Schwungrad 22 angebaut.
Bei Vorderansicht soll sich die Kurbelwelle im Uhrzeigersinn drehen.
Unter normalen Betriebsbedingungen verfügt- die Kurbelwelle samt Pleuelgleitlagern über eine beachtliche Lebensdauer. Bei der Generalüberholung des Motors empfiehlt es sich jedenfalls, die Pleuellagerschalen auszuwechseln. Somit kann einem vorzeitigen Verschleiß der Pleuelzapfen der Kurbelwelle weitgehend entgegengewirkt werden.
Pleuelstangen samt Pleuelagerschalen. Die Pleuelstangen sind als doppel-T-förmige Schmiedeteile ausgebildet. In das Pleuelauge ist eine Pleuelbuchse aus Bronze mit Präzisionsbohrung eingepreßt, die einen sachgemäßen Sitz des Kolbenbolzens zu sichern hat. Der Pleuelfuß ist mit gegeneinander austauschbaren dünnwandigen Pleuellagerschalen versehen. Für die richtige Einstellung der Pleuelstangen auf der Kurbewelle sind an den Pleuelschäften spezielle Vorsprünge vorgesehen, welche in bezug auf die Kurbelwange nach außen ausgerichtet werden sollen (der Vorsprung an der rechten Pleuelstange ist zum Schwungrad hin und derjenige der linken Pleuelstange dementsprechend zur Zentrifuge hin gerichtet).
Die Pleuellagerdeckel dürfen nicht gegeneinander ausgetauscht werden. Die Pleuelschrauben werden festgezogen und gesichert. Gebrauchte Splintdrähte dürfen nicht wieder verwendet werden.
Kolben, Kolbenringe und Kolbenbolzen. Der Kolben 15 (Bild 5) des Motors besteht aus Kolbenkopf, Kolbenschaft und Bolzenaugen. Am Kolben sind vier Nuten zur Aufnahme der Kolbenringe eingedreht.
Zwei oben befindliche Ringe (Kompressionsringe) 14 sorgen für die nötige Abdichtung des Zylinders. Sie verhindern einen evtl. Gasdurchbruch aus der Brennkammer ins Motorgehäuse. In der dritten Kolbenringnut befindet sich ein