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Unbedingt nötige
Modifikationen :

Original Motor
Bremsen allg.
Getriebe

Empfehlenswerte
Modifikationen :

Motor allgemein
Kolbenkühlung-1
Kolbenkühlung-2
Externer Ölfilter

Scheibenbremse
Doppel-Duplex
Fahrgestell

 

Dnepr Technik / Bremsen II

Doppelscheibenbremse Vorderrad 

Der Anlass für diesen radikalen Umbau waren 2 wirklich kritische Situationen innerhalb kurzer Zeit, deren Ablauf immer der gleiche war : Unvermittelte Vollbremsung eines Sonntagsfahrers nach dem Motto "schau mal die schönen Blumen". Die Bremsanlage der Dnepr ist für solche Panikbremsungen in keinster Weise geignet, die Optimierung der Trommelbremsen stösst bald an ihre Grenzen, Doppelduplexnaben (Guzzi,Münch) sind möglich - über deren Dosierbarkeit breiten wir jedoch besser den Mantel des Schweigens....

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Nachdem eine russische Einscheibenbremse ihr spektakuläres Ende beim (zugegeben scharfen) Anbremsen einer Spitzkehre durch Riss der Zange gefunden hatte und Einscheiben-Billiglösungen mich angesichts des Kampfgewichtes der Dnepr von 670kg bei Vollbeladung mich mit tiefsten Misstrauen erfüllen (wer zB. fährt mit einer vollbeladenen ST1100 mit einer 10 Jahre alten MiniEinscheibenBremse vorne bei verölter hinterer Bremse über die Alpen ?), wurde ein kompromisloses Pflichtenheft erstellt.

Spezifikationen :
  • Stabiles Speichenrad mit
  • Doppelscheibe d_min = 260mm
  • Bremszangen einer schweren Tourenmaschine
  • Umbau durch einen renomierten Gespannbauer
Die tatsächlich verwendeten Teile :
  • Vorderrad Yamaha SR500 (auch möglich : XS650)
  • 2 Bremsscheiben SR500 d= 298mm (oder XS1100)
  • Bremszangen und Pumpe Yamaha XS850 (baugleich XS1100)
  • 2 Stahlflexleitungen ohne Verteiler direkt zur Pumpe
  • Kegelrollenlager für den Steuerkopf
  • Ausführung : Gespannbau Peter Stern / Geiselhöring

Das Vorderrad wurde auf Lager mit einem Innendurchmesser von 20mm umgebaut, eine entsprechende Distanzhülse gedreht. Die Adapterplatten der Bremszangen sind mittels Kugellager auf der Achse gelagert. Zur Justage der Zangen sind diese Platten auf den Lagern verschieblich angeordnet. Die Steckachsenschulter wurde auf einer Länge von ca 2,5cm abgedreht um Platz für die Plattenlager zu schaffen. Die Befestigungsschelle der Pumpe wurde auf d_innen = 24,3mm ausgerieben. Eine Distanzhülse und zwei Stahlscheiben komplettieren die Bremsanlage.

 

Was Bringt's ?

Schlicht und einfach überlegene, fadingfreie Verzögerung egal unter welchen Umständen und Beladung, erprobt auf den steilsten Alpenpässen selbst bei Totalausfall der Hinterradbremse. Ob die russische Schwinge und die Gabelbrücken dieser Negativbeschleuniging auf Dauer standhalten wird die Zukunft weisen.

Nachtrag Dez.'99 : Die Dosierbarkeit auf Eisfahrbahn und Schnee ist hervorragend, die Blockiergrenze auch mit dicken Handschuhen deutlich fühl.- und beherrschbar.

Die Kosten

Material und Fremdarbeit : (absichlich unübersichlich, bitte NICHT addieren)
  • Gebrauchtes, (gutes) Yamaha SR500 Vorderad
    mit 2 Scheiben 298mm : DM 250.-
  • Bremszangen XS1100 mit Pumpe DM 300.-
  • Rep.sätze (kein Schrott)
    Zangen : je DM 50.- = DM 100.-
    Pumpe : DM 60.-
  • Schleifen des Pumpenzylinders : DM 40.-
  • Anfertigen der Ankerplatten,
    Schweissarbeiten Schwinge,
    Zugstangen mit Uniball,
    Stahlflexleitungen mit Drehfittings,
    Umbau des Rades auf 20mm Lager;
    Dreharbeiten Achse :     DM 1500.-
  • Kegelrollenlager Lenkkopf : DM 60.-
  • Bremsbeläge : DM 140.-
Eigenleistungen :
  • Planung, Dimensionierung
  • Zerlegen und Zusammenbau des kompletten Vorderbaues
  • Ausreiben der Pumpenschelle
  • Umbohren der Halteschraube der Gasgriffarmatur + Gewinde schneiden
  • Abändern des Bremshebels und der Druckschraube
  • Überholen der Bremszangen + Pumpe
  • ca. 700km mit dem Pkw
  • jede Menge Zeit

 

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