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Unbedingt nötige
Modifikationen :

Original Motor
Bremsen allg.
Getriebe

Empfehlenswerte
Modifikationen :

Motor allgemein
Kolbenkühlung-1
Kolbenkühlung-2
Externer Ölfilter

Scheibenbremse
Doppel-Duplex
Fahrgestell

 

Dnepr Technik

Aussenliegender Hauptstromölfilter,
Kolbenbodenkühlung

Text und Photos (c) Rolf Graf / ch

[Vorgeschichte]:[techn Aspekte]:[mech Bearbeitung]:[Hydraulik]:[Einbau]:[Kosten u Epilog]

 

3.) Details der mechanischen Bearbeitung :

16.jpgOelpumpe:
1. Gewinde am Oelpumpen-Ansaugtrakt z.B. Ø M14x1.5 anbringen, links im Bild original mit Splint/Feder/Kugel montiert, rechts VMP mit Gewinde Ø M14x1.5 (bestehende Ausführung VMP).

2. verschliessen der Umgehungs-Bohrung vor dem Pumpenzahnradpaar

14.jpg
15.jpg

Die Oelpumpe hat zwei Bohrungen die in den Ueberdruckbogen führen. Die Bohrung vor dem Zahnradpaar ist in der VMP-Version verschlossen - dies erhöht den Druck zur Kurbelwelle resp. zum Ueberdruckventil.
Foto: links original, rechts VMP mit verschlossener Umgehungsbohrung (bestehende Ausführung VMP)
Hier sollte ein Gewinde geschnitten und eine Stiftschraube mit temperaturbeständigem loctite montiert werden


Ueberdruckventil und T-Verschraubung nachbearbeiten :
- Gewinde Ø M10x0.75 in Ueberdruckventil schneiden, bestehende Ausführung VMP auf Drehmaschine abändern.
Falls kein solches Ventil verfügbar ist, muss mit der original Kugel und Feder eines selbst hergestellt, oder bei Paul Niederöst bestellt werden
12.jpg- Gewinde Ø M10x0.75 in T-Verschraubung schneiden (Drehmaschine)
Fototext: links unten nachbearbeitetes Ueberdruckventil vom VMP-Motor sowie darüber die nachbearbeitete T.-Verschraubung. Die T-Verschraubung kurz vor dem Gewinde absägen - aufbohren und Gewinde schneiden an der Drehmaschine (Gewindebohrer)

Saugfilter (Drahtgeflecht) zu Oelpumpe Befestigungslasche so zurechtbiegen, dass der Saugfilter möglichst nahe in die Gehäuseecke gelegen kommt, ohne jedoch diese zu berühren - Originalbefestigungbohrung kann weiterverwendet werden.

14.jpg 15.jpg

Fototext: links Original-Filter, rechts mit abbgebogener Lasche. die Ecken der Lasche musste ich abrunden sowie
die Bohrung etwas grösser feilen

Kurbelgehäuse :

  • 22.jpgSitz im Gehäuse über Oelwanne für Winkel-Schottverschraubung
    Foto: Der ideale Ort für den Durchstich im Gehäuse war schwierig zu ermitteln, musste doch die Lage im Motorradrahmen und der mögliche Verlauf der Verrohrung sowie die optimalste Kombination von Standardverschraubungen gefunden werden. Die ca. Lage ist aus den Bildern ersichtlich.
  • Zuerst die Rippe abmeisseln.
  • mit Körner zentrieren
  • Auf Ständerbohrmaschine mit Bohrer aufbohren (Ø entspricht dem Zapfen des Zapfensenkers)
  • mit Zapfensenker ca. Ø = 25-26 mm sauberbohren (Achtung hier wird gedichtet)
  • Zapfenbohrung auf ca. Ø 18.2 - 18.5 aufbohren (hängt vom Ø der Schottverschraubung ab)
  • alle Kanten wenig aber sauber entgraten

Bemerkungen zum Bearbeiten von Lagergehäuse und Kurbelgehäuse:

Vor dem Nachbearbeiten des Lagergehaeuses und der Uebergangsbohrung im Kurbelgehaeuse auf Ø 7 mm, sollte zuerst die Lage der Bohrungen zueinander ermittelt werden. Am besten durch Markieren mit Folienschreiber o.ä. Wichtig ist das korrekte Setzten des Lagergehaeuses auf das Kurbelgehaeuse und das genaue Markieren der Lage beider Bohrungen.
Ob Lagergehaeuses oder Kurbelgehaeuse zuerst bearbeitet wird kommt auf die Lage der Bohrungen an. Falls bereits eine Abweichnung besteht, sollten untenstehende Bearbeitungen an beiden Bohrungen zueinander-hin korrigiert werden. Beim Original Lagergehaeuses hat man nämlich fast keinen Spielraum. Man sollte auch den Aufnahmesitz im Kurbelgehäuse prüfen. Falls hier im Werk eine starke Facette angebracht wurde, kann es sein, dass der Oeldruck hier durchzudrücken vermag.
Originallagergehäuse hat so wenig Sitzbreite (6) , dass eine Stützhülse sehr dünn ausfallen muss.


DHBFig7.gif
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(öffnet in neuem Fenster)

Kopie Zeichnung Nr 7 aus dem Handbuch der Dnepr.
- Stützhülse (1)
- O-Ring (2)
- O-Ringsitz (3)
- erweiterte Durchgangsbohrung im Kurbelgehäuse (4)
- erweiterte Bohrung im Lagergehäuse (5)
- Lagergehäuse-Sitztiefe 13mm (6)
- Facette am Kurbelgehäuse (7)
- O-Ring-Sitztiefe (8)

Kurbelgehäuse:

Aufbohren des Kurbelgehäuses vom Sitz „Lagergehäuse-Kurbelgehäuse“ zu
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Druckschalterausgang

Foto : - beim Erweitern von der Lagergehäuseseite her immer wieder Lage zur korespondierenden Bohrung im Lagergehäuse kontrollieren
- beim Bearbeiten von der Druckschalterausgang Gewinde nicht verletzen
- Achtung: der Sitz im Kurbelgehaeuse muss sehr fein sein, da hier gedichtet wird.
Bei meinem Motor (VMP-Motor) war von früheren Montagearbeiten durch eine gelockerte Stiftschraube eine tiefe Kerbe im Sitz, die ich zuerst mit Flüssigmetall ausbessern und schleifen musste
( Standardverschraubung mit nachgeschnittenem Gewinde M12x1.5)


Lagergehäuse 1:
19.jpg verschliessen der alten Versorgungsbohrung von der Oelpumpe zum Kurbelwellenzapfen (Foto : Originallagergehaeuse)
Unten schwarz eingekreist die Bohrung die im original Lagergehaeuse verschlossen werden muss.

13.jpgAm besten Gewinde schneiden und Stiftschraube mit temperaturbeständigem loctite montieren (Foto: VMP-Lagergehaeuse)
Oben links sieht man den hellen, im Lagergehäuse eingepressten, Aluring. Die bestehenden zwei, nebeneinanderliegenden Durchgangsbohrungen im Ring wurden auf Langloch 6x15 mm erweitert.
Danach kann man den Aluring einfach um ca 45° drehen, bis die Durchgangsbohrung mit der neuen Versorgungsbohrung (ehemalige Oeldruckschalterbohrung) übereinstimmt, und so wieder einpressen.
Der Aluring muss dann am Rand neu aufgebohrt, und mit Stiftschraube gesichert werden
Die alte Zubringer-Bohrung von der Pumpe her ist so ganz einfach zu schliessen.

Lagergehäuse 2:
- Erweitern der Bohrung vom Kurbelwellenzapfen zum Lagergehäuse-Sitz (aufbohren)
- Anbringen eines Sitzes für den O-ring und der Stützhülse
Diese Arbeiten sind heikel und sollten erst nach gründlicher Ueberlegung vorgenommen werden!
17.jpg links Originallagergehaeuse ohne Bearbeitung, rechts VMP-Lagergehaeuse mit Bearbeitung
Die VMP-Ausführung ist komplizierter

 


VMP-Lagergehäuse :

Die Bearbeitung erfolgt am besten in zwei Aufspannungen. Evtl. muss die O-Ringgrösse nach den vorhandenen Schaftfräsern gewählt werden.

  1. ermitteln der Lage der korespondierenden Bohrungen
  2. aufbohren der alten Bohrung, die den Druckschlter mit Oel versorgte. Wegen vorhandener Querbohrungen sollte man versuchen statt einer Durchgangsbohrung Ø = 8 mm, zwei mit Ø 5-6 mm anzubringen (sehr heikel). Es sind eine feste Aufspannung und gute Schaftfräser nötig. Bei meinem Gehäuse habe ich das so gemacht. Wer Mut hat geht auf auf Ø = 8 mm.
  3. Lagergehäuse in Kurbelgehäuse einsetzen und erneut Korespondenz (Flucht) der Bohrungen prüfen.
  4. bohren der Stützhülsenbohrung in einer zweiten Aufspannung mit Schaftfräser. Diese Aufspannung muss zur kurbelwellenlagerung zentrisch sein ! Bohrung Ø ca 10.2 +0.05 + 0.1 x 18 tief für die Stützhülse (bei O-Ring Øi 10.5 x 2.7)
  5. Anbringen eines O-Ring-Sitzes in der gleichen Aufspannung mit Schaftfräser Ø 16 mm bei O-Ring Øi 10.5 x 2.7. Bearbeitungstiefe 2.2 mm. Achtung, höchster Punkt am Radius des Lagergehaeuse- Sitzes beachten.
  6. mit Hartmetall-Entgrat-Fräser und Bohrmaschine (besser Dremel / Luftdruckschleifer)
    Uebergang von Stützhülsensitz auf Bohrung Ø 8 verrunden

Original Lagergehäuse :

Die Bearbeitung erfolgt am besten auch in zwei Aufspannungen. auch hier gilt: evtl. muss die O-Ringgrösse nach den vorhandenen Schaftfräsern gewählt werden. Leider hat man fast keinen Spielraum, da die Sitztiefe auf dem Lagergehäuse nur ca. 13 mm beträgt

  1. ermitteln der Sitzbreite (< 12.5 mm = grosses Problem)
  2. ermitteln der Lage der korespondierenden Bohrungen
  3. aufbohren der alten Bohrung, die den Druckschlter mit Oel versorgte, auf Ø = 7 mm. Falls die Originalbohrung versetzt ist, muss evtl. zuerst mit einem Schaftfräser vorgebohrt werden. Da das Gehäuse gegossen ist, ist vor dem Bohren auf jeden Fall der Bohrungsverlauf der alten Bohrung und des Gusstunnels zum Kurbelzapfen genau zu prüfen. Anschliessende kann mit dem nun geführten Spiralbohrer fertig gebohrt werden
  4. Lagergehäuse in Kurbelgehäuse einsetzen und erneut Korespondenz (Flucht) der Bohrungen prüfen.
  5. In einer zweiten Aufspannung, diese Aufspannung muss zur Kurbelwellenlagerung zentrisch sein, wird nun die die Bohrung für die Stützhülse Ø ca 7.8 +0.05 + 0.1 x 8 tief für die Stützhülse (bei O-Ring Øi 8 x 2) angebracht.
  6. Anbringen eines O-Ring-Sitzes in der gleichen Aufspannung mit Schaftfräser Ø 12.2 mm bei O-Ring Øi 8 x 2, Bearbeitungstiefe 1.5 mm. Achtung, höchster Punkt am Radius des Lagergehaeuse-Sitzes beachten.
  7. mit Hartmetall-Entgrat-Fräser und Bohrmaschine (besser Dremel / Luftdruckschleifer) Uebergang von Stützhülsensitz auf Bohrung Ø 7 verrunden

Stützhülse (nur Lagergehäuse VMP-Ausführung):
z.B. Stützhülse bei Verwendung von O-Ring Øi 10.5 x 2.7 mm
Øa ca. 10.2 +- 0.05 mm
Øi = 8 bis 9 mm
Laenge =ca 18 0 -0.2 mm
- drehen z.B. aus Restenstück Hydraulikrohr.
- ca. 0.05-0.10mm Spiel zu Stützhülsensitz im Lagergehäuse einhalten - Klebstoffangaben beachten
- wärmebeständiges lock-tite verwenden

Stützhülse (Original Lagergehäuse):
z.B. Stützhülse bei Verwendung von O-Ring Øi 8 x 2 mm
Øa ca 7.8 +- 0.05 mm
Øi = 7 mm
Laenge =ca 8 0 -0.2 mm
- drehen z.B. Stahl.
- ca. 0.05 mm Spiel zu Stützhülsensitz im Lagergehäuse einhalten - Klebstoffangaben beachten
- wärmebeständiges lock-tite verwenden



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Text und Photos (c) Rolf Graf / ch

 

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Christians Dneprseiten Ver. 2.1 - Online seit 1.12.1999 / Text und Bilder soweit nicht anders vermerkt
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